Burschen, so hart wie das Eis selbst

By January 15, 2016 News
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Man nehme elf junge Burschen, stecke sie in Schlittschuhe, gebe ihnen Schläger in die Hand und stelle sie aufs Eis. Dann das Ganze mal zwei und in die Mitte einen Puk. Einmal kräftig durchschütteln und schon steht einem spannenden Eishockeyspiel nichts mehr im Weg. Bereits nach kurzem Zuschauen wird klar: Dieser Sport ist nichts für Softies, denn die Burschen gehen nicht gerade zimperlich miteinander um. Trotz des zarten Alters von 12 bis 15 Jahren geht es auf dem Eis ganz schön zur Sache. Ein Sturz auf den Allerwertesten gehört zur Tagesordnung. So auch am Freitag in Telfs: Dort kämpfte zunächst der Innsbrucker Nachwuchs gegen Freiburg um Platz drei. Leider mussten sich die Innsbrucker nach einem Penaltyschießen mit 2:1 geschlagen geben. Spieler wie Samuel Schönthaler waren ein wenig enttäuscht. Auch Teamkollege Kilian Leitner, Tormann der Tiroler, meint: „Es ist schon schade, dass wir kein Bronze gewonnen haben.“ Die beiden sind sich aber einig: Die International Children’s Games sind eine tolle Veranstaltung. „Ich habe so viele neue Freunde kennengelernt. Mit einigen habe ich sogar schon Pins ausgetauscht“, erzählt Schönthaler. Pins sind übrigens die kleinen Anstecker mit den Nationalflaggen auf den Jacken der Spieler. Indes herrscht Jubelstimmung bei den Kanadiern. Die Jungs aus Hamilton entscheiden das Finale gegen Graz mit einem sensationellen 8:1 klar für sich und machen somit ihrem Ruf als beste Eishockeynation alle Ehre. „Es war eine großartige Erfahrung, die ich gemeinsam mit meinen Teamkollegen gemacht habe. Sie haben mir durch diese aufregende Reise geholfen“, strahlt Lucas Vamberkel von den Hamilton Huskeys. Auch die Grazer zeigen sich zufrieden: „Keiner hätte gedacht, dass wir so weit kommen“, meint Clemens Krainz, der die Nummer 20 auf seinem Trikot trägt.

Die vier Teams haben die Telfer Eishalle auf jeden Fall zum Brodeln gebracht. Der Kampfgeist der Burschen war deutlich zu spüren. Es ist eben ein Sport für echte Männer – oder Männchen, in diesem Fall.

 

Text: Alexander Schguanin, Julia Scheiring | Medienzweig der Ferrarischule Innsbruck © innsbruck-tirol sports GmbH
Foto: Lisa Rettenbacher | Medienzweig der Ferrarischule Innsbruck © innsbruck-tirol sports GmbH