Einer für alle, alle für einen

By January 15, 2016 News
Das Siegerkleeblatt v. l.: RASCH Carla Maria, IZZO Jesse, BURNS Chester, KRONBICHLER Benjamin

Das Siegerkleeblatt v. l.: RASCH Carla Maria, IZZO Jesse, BURNS Chester, KRONBICHLER Benjamin

 

Nach den Einzelbewerben für Mädchen und Jungs in den vergangenen Tagen folgte am Freitag der Mixed Team Bewerb im Langlaufen in der Seefeld Arena.

Seefeld – Australien, Deutschland, Italien und die USA, allesamt belegten bei den International Children’s Games den ersten Platz in der Gemischten Team Staffel. Insgesamt gingen 19 Teams, die ausgelost wurden, an den Start. Mädchen und Burschen aller Altersklassen und aus den verschiedensten Nationen traten gegeneinander an. Für jedes Team waren jeweils vier Athletinnen und Athleten im Einsatz.

Am Ende konnte aber nur eine Mannschaft ganz oben auf dem Siegertreppchen stehen und die Auszeichnungen mit nach Hause nehmen. Schon in ein paar Tagen werden die Goldmedaillen quer über dem Erdball verteilt sein. Am schnellsten erreichten ein Mädchen und drei Burschen das Ziel. Mit einer Zeit von 23:34 Minuten hielten sie die Zweitplatzierten mit 5,6 Sekunden auf Abstand. „Da ich bereits seit neun Jahren auf den Langlaufskiern stehe, konnte ich gut mit den drei Jungs mithalten“, berichtete die 12-jährige Carla Maria Rasch aus der Delegation Kempten (DEU) nach dem schweißtreibenden Wettkampf. Es war eine Freude für sie, mit Kindern aus aller Welt den Spaß am Langlaufen zu teilen.

Auch die Delegation aus Cleveland ließ sich die Chance nicht nehmen, fünf Langläuferinnen und Langläufer an den Start zu schicken. Noch grün hinter den Ohren, wagten sich die Amerikaner auf den Schnee. Eine Mutter erzählte, dass das diesjährige Training ausfallen musste, da die Schneelage alles andere als optimal war. „Keinen Zentimeter hat es heuer geschneit“, fügte der verärgerte Vater hinzu.

Die Australier hatten ein leichteres Los gezogen. Die Familie muss zwar jedes Wochenende eine harte sechsstündige Autofahrt auf sich nehmen, nur um zu trainieren, dafür aber hat es sich am Ende mit dem Sieg gelohnt. „Wir sind glücklich, so einen netten und kompetenten Trainer gefunden zu haben. Im Laufe der Jahre hat sich sogar eine Freundschaft entwickelt“, schwärmten die Eltern eines Athleten. Der Trainer war schon 2010 bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver dabei. Australien und Langlaufen sind eigentlich ein ungewöhnliches Paar – wieder einmal ein Beweis, dass die Australier so vielfältig wie ihre Tierwelt sind.

Text: Michael Meinhardt, Jasmin Pockstaller | Medienzweig der Ferrarischule Innsbruck © innsbruck-tirol sports GmbH
Foto: Thomas Walser | Medienzweig der Ferrarischule Innsbruck © innsbruck-tirol sports GmbH